Die wundersame Ayat al-Kursi

Der unermessliche Nutzen, der enorme Wert &  die verblüffende Syntax der Ayat al-Kursi

Allah - es gibt keinen Anbetungswürdigeren außer Ihm, dem Lebendigen und Beständigen. Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf. Ihm gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Wer ist es denn, der bei Ihm Fürsprache einlegen könnte - außer mit Seiner Erlaubnis? Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt. Sie aber umfassen nichts von Seinem Wissen - außer, was Er will. Sein Thronschemel umfasst die Himmel und die Erde, und ihre Behütung beschwert Ihn nicht. Er ist der Erhabene und Allgewaltige.

(Al-Baqara:255)

 


Diese Leinwand ist nicht nur schön anzusehen, sondern präsentiert den gewaltigsten Vers des Quran:  Die Ayat al-Kursi, den Thronschemelvers.

Verschönere dir deinen Wohnraum und nutze diese Leinwand als Erinnerung um von den Vorzügen der Ayat al-Kursi zu profitieren! Zahlreiche Hadithe berichten über den Nutzen, der mit ihrer Rezitation einhergeht:

 

 

Der unermessliche Nutzen der Ayat al-Kursi

 

'Abū 'Umāmah überlieferte, dass der Prophet sagte:

 

"Wer nach jedem Pflichtgebet den Thronschemelvers liest, den hindert nichts daran, ins Paradies zu gelangen, nur der Tod." [1]

 

Der edle Prophet ﷺ sagte: „Wer den Thronvers vor dem Schlafen rezitiert, Allah wird einen Engel zu ihm senden, der sich um ihn bekümmert und ihn beschützt, bis zum Morgen. Sein Haus, Familie und auch seine Nachbarn werden in Schutz weilen bis zum Morgen.“

 

Der edle Prophet ﷺ sagte außerdem: „Wenn jemand den Thronvers beim Verlassen des Hauses rezitiert, so wird Allah 70.000 Engel damit beauftragen Istighfaar zu machen (um Vergebung bitten), und darauf wird seine Armut weggenommen.“

 

 

Der enorme Wert der Ayat al-Kursi

 

Es stellt sich nun die Frage, weshalb denn der Vers so wertvoll ist. Die Ayah besteht aus 9 Sätzen, enthält 5 Namen und über 20 Eigenschaften Allahs. Des Weiteren beinhaltet sie „die Bestätigung der Einzigkeit Allahs in seinem Recht auf Anbetung, in seiner Herrschaft, sowie in seinen Namen und Eigenschaften.“ [2] Außerdem steht sie für seine umfassende Herrlichkeit, sein umfassendes Wissen und seine umfassende Macht und bringt seine Hoheit, Ruhm, Gewaltigkeit, Herrlichkeit und Erhabenheit über seine gesamte Schöpfung zum Ausdruck. [3]

 

Der Gelehrte Ibn al-Qayyim sagte: „Bekanntlich ist seine Aussage, in der Er [Allah] sich selbst lobt und in der Er Seine Eigenschaften und seine Einzigkeit erwähnt, besser als seine Aussage, in der Er seine Gegner tadelt und ihre Eigenschaften erwähnt. (…) Und deswegen ist der Thronschemelvers besser als jeder andere Vers im Quran.“ [4]

 

Die Leinwand hält dir demzufolge die Gewaltigkeit Allahs vor Augen und erinnert dich schon mit dem ersten Satz des Verses an den Sinn deiner Existenz, nämlich Allah zu dienen und ihn allein anzubeten – „Allah – es gibt keinen Anbetungswürdigeren außer ihm“.

 

Wenn man mehrmals am Tag an diese Attribute Allahs erinnert wird, lernt man seinen Schöpfer kennen und einem wird, so Allah will, bewusst, vor welcher Majestät man sich im täglichen Gebet tatsächlich niederwirft. Im edlen Quran heißt es zudem „Und ermahne, denn die Ermahnung nützt den Gläubigen“ (51:55).

 

Wenn man realisiert, wie umfassend der Inhalt ist, wird man umso erstaunter, wenn man einen Blick auf die Form dieses einzigartigen Verses wirft. Die Rhetorik, die Allah hier anwendet, ist überragend, unnachahmlich und unvergleichbar.

 

 

Die verblüffende Syntax der Ayat al-Kursi

 

Wie bereits erwähnt, besteht die Ayah im Grunde genommen aus 9 Sätzen. Der erste Satz endet mit 2 Namen Allahs – al-Hayy und al-Quayyum („Allah - es gibt keinen Anbetungswürdigeren außer Ihm, dem Lebendigen und Beständigen“). Es fällt auf, dass al-Ali und al-Adhim, ebenfalls zwei Namen Allahs, den 9. und somit den letzten Satz beenden („Er ist der Erhabene und Allgewaltige“). Beide Sätze enden erstaunlicherweise mit jeweils 2 Namen von Allah. Somit haben der erste und der letzte Satz der Ayat al-Kursi eine Gemeinsamkeit und bilden den Rahmen des Verses.

 

Im zweiten Satz erklärt Allah, dass ihn weder Schlummer (Sina), noch Schlaf (Naum) überkommt („Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf“). Im Gegensatz zu ihm, vollkommen ist er, erleidet Allahs unvollkommene Schöpfung Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Allah ermüdet jedoch nicht. Dieses Attribut wird im 8., also im vorletzten Satz erneut aufgegriffen: Die Behütung der Himmel und der Erde „beschwert ihn nicht“. Der 2. und der 8. Satz handeln also beide von der Unermüdlichkeit Allahs und weisen somit ebenfalls eine Gemeinsamkeit auf.

 

Um den dritten und den siebten Satz zu verstehen, muss man sich zuallererst über den Unterschied zwischen zwei Namen Allahs bewusst werden – nämlich Mālik und Malik. Während Mālik so viel bedeutet wie „Besitzer“/„Eigentümer“, heißt Malik übersetzt „König“. Der Unterschied dieser beiden Namen lässt sich anhand eines Beispiels verdeutlichen: Besitzt man beispielsweise eine Leinwand, so würde man sagen „Ich bin der Besitzer dieser Leinwand“, aber nicht „Ich bin der König dieser Leinwand“.

 

Während Besitz nur für materielle Objekte gebraucht wird, bezieht sich Königtum ausschließlich auf Menschen. Der König eines Landes ist der König und Herrscher über die Bevölkerung, jedoch nicht der König über alle Objekte in diesem Land (Häuser, Autos, Bäume, Flüsse etc.). Schlussfolgernd lässt sich außerdem feststellen, dass man nicht automatisch auch König ist, wenn man der Besitzer einer Sache ist und dass man nicht automatisch Besitzer ist, wenn man ein König ist. So kann es sein, dass man alle Dinge auf einer Insel besitzt, aber jemand anderes der König dieser Insel ist und die Autorität hat. Allah jedoch ist sowohl Mālik als auch Malik, sowohl der Besitzer als auch der König. Dies belegen nämlich der dritte und der siebte Satz der Ayat al-Kursi:

 

„Ihm gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist. (…) Sein Thronschemel umfasst die Himmel und die Erde“. Spricht Allah über seinen Thronschemel (Kursi), so meint er sein Königreich. Allah ist also der Besitzer von jeder einzelnen, noch so kleinen Sache in den Himmeln und der Erde und gleichzeitig ist er auch der König der Himmel und der Erde. Der dritte Satz bezieht sich auf die Eigenschaft „Mālik (Besitzer)“ und der siebte Satz auf die Eigenschaft „Malik (König)“. Der 3. und der 7. Satz weisen beeindruckende Parallelen auf – ebenso der 4. und der 6. Satz.

 

Im vierten Satz wird erklärt, dass niemand bei Allah Fürsprache (Shafa’a) einlegen kann, es sei denn mit seiner Erlaubnis („Wer ist es denn, der bei Ihm Fürsprache einlegen könnte - außer mit Seiner Erlaubnis?“). Am Tage der Auferstehung wird es also niemanden geben, der bei Allah Fürsprache einlegen kann. Niemand wird ein gutes Wort bei Allah für dich einlegen können – es sei denn mit seiner Erlaubnis. Dieser Satz handelt also davon, dass niemand irgendeine Autorität hat, außer Allah erteilt seine Erlaubnis dafür. Schaut man sich den sechsten Satz an, so fällt auf, dass dieser, genauso wie der vierte Satz auch, eine Bedingung anführt: „Sie aber umfassen nichts von Seinem Wissen - außer, was Er will“. Es begreift also niemand etwas von Allahs Wissen, außer er lässt es zu und es kann niemand bei Allah Fürsprache einlegen, außer er lässt es zu.

 

Der 4. Satz und der 6. Satz beziehen sich also aufeinander. Auch der 1. und der 9. Satz, der 2. und der 8. Satz und der 3. und der 7. Satz hängen miteinander zusammen. Welcher Satz bleibt übrig? Der fünfte und somit der mittlere Satz.

 

Als seien die eben aufgeführten Parallelen nicht verblüffend genug, überbietet Allah, der Allgewaltige, diese mit dem Satz, der genau in der Mitte der Ayat al-Kursi steht: „Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt.“ Gepriesen sei Allah!!! Subhan Allah. Allah weiß, was am Anfang dieser Ayah steht und was am Ende dieser Ayah steht, er weiß, was in der Vergangenheit geschah und was in der Zukunft geschehen wird und er weiß, wie es wäre, wenn es anders geschehen wäre. Allah besitzt grenzenloses Wissen.

 

Er ist der Allwissende, der Eigenständige, der Ewige, der Edle, der Großartige - er ist Allah, der Anbetungswürdige.

 

Die Ayat al-Kursi beinhaltet Allahs umfassendes Wissen, seine umfassende Macht, seine Hoheit, seinen Ruhm, seine Gewaltigkeit, seine Herrlichkeit und Erhabenheit über die ganze Schöpfung. Die Form dieses Verses bestätigt seinen Inhalt. Wer sonst kann sich so ausdrücken, außer Allah? Jeder, der sich über diese Ästhetik im Klaren ist, erkennt, dass der Quran göttlich ist, einzig und allein von Allah stammt und niemals von einem Menschen erdichtet worden sein kann.

 

Es ist außerdem wichtig, nicht zu vergessen, dass der Quran mündlich offenbart wurde und dass der Prophet Muhammad ﷺ den Quran mündlich an seine Gefährten weitergegeben hat. Es ist für einen Menschen unmöglich, in solch einer Art und Weise zu sprechen und auch nur etwas annähernd Ähnliches hervorzubringen.

 

Der Vers bringt mit seiner Rezitation einen riesigen Schutzfaktor mit sich, gewährt dem gläubigen Muslim in shaa Allah den Eintritt ins Paradies und offenbart die Gewaltigkeit unseres Schöpfers.

 

Mit dem Erwerb dieser Leinwand kannst du dich also jederzeit an Allah und seine Macht erinnern und ihm gedenken, denn im Quran heißt es: „Gewiss, im Gedenken Allahs finden die Herzen Ruhe!“ (13:28).

 

Genau das ist es, was wir mit unseren Leinwänden erreichen möchten. Innere Ruhe für unsere Geschwister im Glauben mit unserer Kunst für die Seele.

 

Blog by Nour

 

[1] An-Nasā'iyy, sahīh nach 'Albāniyy

[2] Vgl.: Tafsir Ibn as-Sa‘diyy

[3] Vgl.: Tafsir Ibn as-Sa‘diyy

[4] Šifā'-ul-'Alīl Bd. 2, S.744


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Kommentare: 3
  • #1

    Anissa (Donnerstag, 16 März 2017 12:41)

    MashaAllah! Sehr lehrreicher Text.

  • #2

    Mira (Freitag, 17 März 2017 09:12)

    Welch ausführliche und klare Erklärung. Nach diesem Hintergrundwissen fühle ich die Ayah viel intensiver. Sehr gute Arbeit. Respekt und vielen Dank!

  • #3

    Rinoum (Freitag, 17 März 2017 10:35)

    MachaAllah und Danke !!!